Ursprung

Wie andere Gemeinden im Zürcher Oberland ist auch Hinwil geprägt durch die Struktur der Streusiedlung. Neben den vier Dörfern Hinwil, Hadlikon, Wernetshausen und Ringwil zählt die Gemeinde über 50 Weiler und Höfe, verteilt von der Drumlinlandschaft des oberen Glattals bis hinauf an die Hänge von Allmen und Bachtel. Die erste Gemeinsamkeit dieser Siedlungen war einst die Zughörigkeit zur Kirche von Hinwil. Die meisten nicht kirchlichen Belange des öffentlichen Lebens wurden erst von Dorfgenossenschaften, später von so genannten Zivilgemeinden wahrgenommen. wächterschildIn Hinwil gab es davon sieben: Hinwil-Dorf und rings darum herum Ringwil, Girenbad, Wernetshausen, Unterbach, Hadlikon und Unterholz, die so genannten Aussenwachten. Dieser im Zürichbiet verbreitete Oberbegriff weist darauf hin, dass Dorfleute mindestens zeitweise eine eigene Wachtorganisation betrieben. Die Abbildung zeigt das Metallschild des Wächters von Wernetshausen aus dem 18. Jahrhundert, zu sehen im Ortsmuseum Hinwil.

Unter der gestrengen Oberaufsicht des Hinwiler Pfarrherrn führten sechs Wachten schon damals eine eigene Schule, 1829 kam die Schule Hadlikon hinzu. Diese grösste Aussenwacht und Wernetshausen als zweitgrösste entwickelten sich im 20. Jahrhundert zu beliebten Wohnquartieren. Darum entstanden dort grössere Schulanlagen mit Turnhallen. In Girenbad, Ringwil, Unterbach und Unterholz lernen die Kinder dagegen noch heute in den typischen Wachtschulhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Angepasst an die Bedürfnisse des heutigen Unterrichts bilden sie das Zentrum des öffentlichen Lebens in den Wachten. Die Bevölkerung der Aussenwachten fühlt sich mit ihrer Schule verbunden und setzt sich für deren Fortbestand ein.

2003 wurden an der Primarschule Hinwil Schulleitungen eingeführt. Hadlikon und Wernetshausen bildeten je eine eigene Schuleinheit während Girenbad, Ringwil, Unterbach und Unterholz sich zu den Mehrklassenschulen formierten. Fünf Jahre später fasste die Primarschulpflege alle diese drei Schulen zur Schule Aussenwachten zusammen. Sie bildet nun die grösste Hinwiler Primarschule: rund 350 Kinder werden an sechs Standorten von etwa 40 Lehrpersonen unterrichtet. Daneben bestehen noch die Primarschulen Meiliwiese (ca. 300 Kinder) und Oberdorf (ca. 200) in Hinwil-Dorf. 2010 schliesslich fusionierte die Primarschule mit der Oberstufe Breite (ca. 300 Lernende) zur Schule Hinwil.

Das Logo der Schule Aussenwachten deutet die Verteilung auf die sechs Standorte am Fuss des Bachtels an.