Sonderpädagogik

Die Volksschule des Kantons Zürich steht allen Kindern offen mit den gleichen Rechten, Pflichten und auch den gleichen Chancen. Die möglichst gute und ganzheitliche Förderung der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler und ihrer Begabungen ist dabei die übergeordnete Zielsetzung.

Die Regelschule ist der Ort für das gemeinsame Lernen. Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen werden möglichst innerhalb der Regelklasse gefördert. Sonderpädagogische Fachpersonen arbeiten mit dem ganzen Schulteam zusammen und stärken die Schule als Ganzes.

Jede Schule bietet integrative Förderung (IF) und Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) an. Zudem sorgen die Gemeinden für ein therapeutisches Angebot in Form von Logopädie, Psychomotorik und Psychotherapie.
Besondere pädagogische Bedürfnisse können im Zusammenhang mit spezifischen Schwächen, schwierigem Verhalten, und auch mit Stärken und Begabungen stehen.

Die integrative Förderung (IF) von Schülerinnen und Schülern orientiert sich am Unterricht, an der Klasse und am Individuum. Es geht darum, dass das Kind mit angepassten Zielen, auf individuell unterstütztem Weg dem Unterricht der Klasse im Grundsatz folgen kann.

Dasselbe Ziel verfolgt die Unterstützung der DaZ-Angebote. Kinder nichtdeutscher Erstsprache sollen möglichst schnell ihre Deutschkompetenzen (Hochdeutsch) so aufzubauen, dass sie im Regelunterricht erfolgreich lernen können.

Die Logopädietherapie ist eine verstärkte Massnahme bei Auffälligkeiten im mündlichen und schriftlichen Spracherwerb.

Die psychomotorische Therapie ist eine verstärkte Massnahme bei grob- wie feinmotorischen Auffälligkeiten. Psychomotoriktherapie findet auch in Kleingruppen statt.

Bei schulisch indizierten emotionalen und sozialen Auffälligkeiten und psychischen Leiden unterstützt die Psychotherapie die Schülerinnen und Schüler.

Therapien geht eine Fachabklärung voraus und die Beratung und Zusammenarbeit mit dem familiären und schulischen Umfeld ist Teil des therapeutischen Settings.

Sonderschulung: Kann die Regelschule den schulischen, emotionalen oder sozialen Bedürfnissen einer Schülerin oder eines Schülers nicht gerecht werden wird eine externe Sonderschulung in Betracht gezogen. In diesem Fall muss die Sonderschulbedürftigkeit durch den Schulpsychologischen Beratungsdienst (SPBD) festgestellt und durch die Schulpflege beschlossen werden.

Eine integrierte Sonderschulung (IS) wird eingerichtet, wenn ein Sonderschulkind trotzdem im Rahmen der Regelklasse den Unterricht besucht. Klassen mit integrierten Sonderschülern erhalten zusätzliche Ressourcen in Form von erhöhten Stellenprozenten für sonderpädagogische Fachlehrkräfte und zusätzlicher Beratung der an der Klasse unterrichtenden Lehrpersonen.

Die Schule Aussenwachten Hinwil will, wenn immer möglich, eine integrative Schule sein, in der jedes Kind mit seiner Persönlichkeit, Stärken und Schwächen einen Platz finden kann. Dies gelingt, wenn Heterogenität als normal betrachtet wird und alle an der Schule beteiligten Menschen am gleichen Strick ziehen sowie Differenzen konstruktiv angehen wollen.